Die Deutschen gelten als „Reiseweltmeister“. Daran haben auch die letzten Jahre mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten nichts geändert. Nach wie vor wollen viele Menschen ihren Urlaub dazu nutzen, etwas von der Welt zu sehen, neue Eindrücke zu sammeln, Kultur zu genießen oder einfach nur zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Neben dem Urlaub auf Balkonien, der zwar entspannend sein kann, aber selten mit neuen Eindrücken verbunden ist, stehen wie immer schon ganz andere Arten des Urlaubs ganz oben auf der Wunschliste, oft verbunden mit einem Aufenthalt in Ferienwohnungen.
Nach wie vor sind Fernreisen sehr beliebt, aber auch die Städtereise und sogar immer mehr der Urlaub in der Heimat Deutschland und dem benachbarten Ausland stehen hoch im Kurs. Und gerade bei den Städtereisen wird heute oft anderes geplant als früher. Städtereisen werden nicht selten sehr spontan gebucht und der Aufenthalt in der Stadt sehr individuell gestaltet. Waren solche Reisen früher meist mehrtägige Pauschalreisen, häufig mit dem Bus, so entdecken vor allem junge Leute sehenswerte Städte und Metropolen oft gerne auf eigene Faust und unabhängig von anderen Mitreisenden. Und gerade bei jungen Leuten steht weniger der Aufenthalt im noblen und exklusiven 4- oder 5 Sterne-Hotel auf der Wunschliste. Oft ist das Budget doch etwas begrenzt und statt es für teure Hotels auszugeben, möchte man lieber in der Stadt etwas erleben und sein Geld dafür investieren. Also sind preiswerte aber dennoch saubere, sichere und gemütliche Unterkünfte gefragt. Vor allem solche, die eine größtmögliche Flexibilität des Reisenden ermöglichen.
Und genau diesem Wunsch entsprechen die so genannten Hostels. Ursprünglich waren das preiswerte Unterkünfte für „Backpacker“, also Übernachtungsmöglichkeiten für Rucksacktouristen. In Deutschland sind Jugendherbergen und Jugendhotels am ehesten mit dem ursprünglichen Hostel vergleichbar. Heute haben sich die Form der Unterkünfte und auch die Idee dahinter verändert. Es geht weniger um den Wanderer als um den Individualtouristen, der sich die Stadt und die kulturellen Angebote anschauen möchte und dabei möglichst viele Freiheiten genießen möchte, gleichzeitig aber auch auf einen gewissen Komfort nicht verzichten möchte. So verbinden Hostels heute die Idee der Jugendherberge mit dem Komfort des Hotels. Und anders als in den Jugendherbergen gibt es keine Altersbeschränkung und auch nicht die Notwendigkeit der Zugehörigkeit zum Jugendherbergsverein. Die Preise in den Hostels sind durchweg ausgesprochen günstig und es gibt die Möglichkeit kein Zimmer sondern ein Bett zu buchen. Man kann also, wie früher in der Jugendherberge mit anderen Reisenden in einem Mehrbettzimmer übernachten, man kann aber auch ein eigenes Zimmerbuchen und das oft sogar in unterschiedlichen Kategorien.
Es besteht oft die Möglichkeit sich in der Gästeküche selbst zu verpflegen, aber auch der Service eines Frühstücksbuffets, einer Snackbar oder einer Lounge wird in der Regel angeboten. Zimmer und Betten sind meist auch noch sehr kurzfristig buchbar, viele Hostels haben Tag und Nacht geöffnet. Dabei finden sich Hostels oft nicht in direkten Hotelgebäuden, sondern oft in recht urigen und ungewöhnlichen Gebäuden. So gibt es z.B. Hostels in ehemaligen Kirchen und Klöstern, in umgebauten Fabrikgebäuden oder auch schon mal auf einem umgebauten Lastkahn.
Anbieter gibt es mittlerweile eine ganze Reihe; A&O-Hostels gibt es in allen größeren deutschen Städten sowie in Österreich und Tschechien. Buchung ist natürlich vor Ort, aber auch sehr komfortabel via Internet möglich. Hostels sind also ein attraktives Angebot für Menschen, die gerne individuell reisen, Ungewöhnliches lieben, flexibel in der Reiseplanung sein wollen und ein hervorragendes Preis-Leitungs-Verhältnis erwarten.